Jacky
Stephan Mäder alias Jacky
Piano & Vocals - Hämmert, zaubert und lacht ... Vollrausch! Schneller als die Polizei erlaubt!!! Bei den crazy chick & the ravers seit: Gründung
Es begann am Fr. 16. Mai 1969 um 17 Uhr mit den üblichen Folter-Etüden mit Triller von Schiller (mein Therapeut meinte, die 2 Jahre vorher mit der Blockflöte könnten nicht verarbeitet werden, ich solle diese Zeit verdrängen, deshalb wird nicht weiter darauf eingegangen). Später Grieg, dann Chopin und Liszt, bis zum 20. Lebensjahr. Parallel dazu begann ich als etwa 13-Jähriger mit Improvisationsversuchen, zuerst Balladen nachspielen wie «Let it be» oder «Morning has broken». Etwa ein Jahr später packte mich das Boogie-Fieber, was ab 1975 zur Gründung der ersten Band «Piano Killers» führte. Schon bald kamen die Gigs, mit zwei akustischen Klavieren.
1978 fragte mich der Bassist von «Shotgun Eddie & the Ravers», ob ich ihren Pianisten ersetzen wolle. Die Band war damals etwa ein Jahr alt, der erste Übungsraum, wo wir 3 Mal pro Woche probten, war eine Hühnerfarm. Es folgten Touren, LPs, TV-Engagements, wie schon von den anderen beschrieben, es war eine verrückte Zeit. Das Highlight für mich war der Gig am Open Air St. Gallen, auf der Hauptbühne (damals gab es gar keine Nebenbühnen, aber so tönt es besser).
Nach «Shotgun Eddie» ging es vorerst mit Rock ’n’ Roll weiter, «Rollin’ Fifties», «MG Grace», Blues und Folk mit «Mad Bros.» und anderen. Dazu raste ich mit «Piano Killers» über die Klaviertasten bis zu einem Geschwindigkeitsweltrekord (Guinnessbuch). Allein war, bin und werde ich sowieso immer «on the road» sein, bis es heisst: «... und der Pianist spielte den Killer-Boogie, dann fiel er tot vom Stühlchen.».

Bei einem Gig spielte ich mit dem Gitarristen von John Brack zusammen, der als Profi auch noch bei etwa 10 anderen Bands spielte. Wir gründeten die Country-Rock-Guge «Spider Fingers» und die Party ging weiter. Dazu kamen Jobs bei Suzanne Klee, Aleinah Crane und Freelancer-Engagements bei John Brack und diversen anderen Countrybands.
Mittlerweile waren es über 120 Gigs pro Jahr, dazu eine 100%-Stelle als Innenarchitekt im Aussendienst mit 12-Stunden-Tagen und 80'000 km pro Jahr. Zeitmangel und immer mehr Aufenthalte in Sauerstoffzelten und Gummizellen veranlassten mich, mich selbständig zu machen, quasi als Aussenarchitekt im Innendienst. Die anfänglichen Finanzlöcher füllte ich mit Jobs als Kassettengerät mit Füessli (Barpianist) und Teemusik im Café Schober. Es war irgendwie nichts für mich.
Unser neuer Drummer bei «Piano Killers» fragte mich eines Tages feierlich in für Musiker gepflegter Ambiance (Autobahnraststätte mit Plastiksandwich zwischen 2 Gigs), ob ich den Keyboarder der Rock-Band «Hang Loose» ersetzen wolle. Anfänglich dachte ich, ja locker, ein paar Strings und Hammond legen..., kam aber ziemlich auf die Welt. Die Gigs als Rock-Keyboarder führten mich etwa 6 Jahre lang durch die ganze Schweiz via Italien bis zu einer USA-Tour (ab 2 Gigs im Ausland gilt es als Tour, ist gut fürs Image, in unserem Fall waren es immerhin 4...). Jobs wie u.a. mit Krokus-Sänger Marc Storace waren eine besondere Erfahrung. Die Auflösung von Hang Loose liess mich etwas aufschnaufen.
Ich konzentrierte mich auf «Piano Killers», ein paar Freelancer-Jobs und Solo-Gigs, bis mich mitten auf einer Töfftour ein Telefonanruf von Cleo aus dem fast zu beschaulichen Dasein riss. Revival-Gig mit «Shotgun Eddie» an Brunos Geburtstag, 3 Folgejobs, und jetzt neu «back to the roots» mit «Crazy Chick & the Ravers». Freue mich.


